FAQ

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Wie ist der Erhalt der Alveole nach Extraktion/Osteotomie mit Knochen- und/oder Knochenersatzmaterial (socket preservation) zu berechnen?

Bei der „Socket Preservation“ handelt es sich um eine Defektauffüllung nach Extraktion oder Explantation. Oftmals wird bei dieser Leistung an die Berechnung der Geb.-Nr. 4110 GOZ gedacht.

Da die Gebührennummer aber das Auffüllen von parodontalen Knochendefekten beschreibt und nach einer Extraktion kein Parodontium mehr vorhanden ist, ist bei der Socket Preservation der Leistungsinhalt der Geb.-Nr. 4110 GOZ nicht erfüllt. Gleiches gilt beim Auffüllen einer periimplantären Knochentasche, da auch in diesem Fall gar kein regenerationsfähiges Parodontium bzw. Wurzelzement und Desmodont existiert.

Gemäß der Empfehlung des BZÄK (Tabellarische Liste zum Knochenmanagement) kann für eine lokale Socket Preservation bei nicht intakter, wandmangelnder Alveole die GOZ-Nr. 9090, ggf. zusätzlich für Collagen patch GOÄ-Nr. 2442 berechnet werden. Für Knochen aus getrenntem OP-Gebiet kann ggf. zusätzlich die GOZ-Nr. 9140 zum Ansatz kommen.

Bei Verwendung von Knochen aus dem OP-Gebiet wird die GOZ-Nr. 9090 empfohlen, bei Einsatz von Knochenersatzmaterial eine Analogberechnung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ.

Allerdings werden hierzu von Zahnärztekammern unterschiedliche Auffassungen vertreten.

Die Therapie „socket preservation“ ist auch für GKV-Patienten möglich. Dazu muss vor der Extraktion (nach vorheriger Aufklärung und Beratung) eine gesonderte Vereinbarung für diese private Leistung gemäß § 4 BMV-Z bzw. § 7 EKVZ getroffen werden.

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